1978-1990


Plakat Vorführung zur Schuleröffnung

2. Juli 1978: als alles begann...

 

Durch eine Vorführung in koreanischem Karate der Kampfsportschule Immenstadt wird in der Turnhalle der Hauptschule Untermarkt zum ersten Mal "Taekwon-Do" in Reutte vorgestellt.

Sigurd Prechtl, der schon 1 ½ Jahre in Immenstadt diese Kamfkunst erlernte, hatte mit seinem Trainer Gerhard Pfleghart die Idee, in Reutte eine Kampfsportschule zu gründen und aufzubauen.

Sie sollte den Namen eines bedeutenden koreanischen Philosophen tragen: die Taekwon-Do Schule "Yul-Gok" war geboren.
Nach langem Suchen kannt in der lechauschauer St. Mangstraße bei der Firma Nessler unsere erste Trainingsräumlichkeit gemietet werden. Dabei handelt es sich um einen Arbeitsraum der Tischlerei mit altem Holzboden.


4. Juli 1978: Trainingsbeginn 

 

Endlich ist es dann soweit - das erste Training kann beginnen. Nach der Vorführung am Sonntag, die von den Reuttenern sehr gut aufgenommen wird, ist der Andrang sehr groß. Wir beginnen mit über 60 Teilnehmern! Am 3. Oktober 1978 findet dann die erste Gürtelprüfung unter dem Vorsitz von Jakob Beck (4.Dan) und Hans Siegel (3.Dan), an der sich 33 Schüler beteiligen, statt.


1. Jänner 1979: Umzug in eine neue Trainingshalle

 

Da die laufenden Kosten für den Trainingsraum kaum zu bewältigen sind, kann der Verein nach Verhandlungen mit Bürgermeister Paul Huter einen Kellerraum in der Volksschule Archbach bekommen. Dieser wird von nun an zum Training benutzt. In der Folge werden auch alle Prüfungen in dem Trainingsraum durchgeführt.


12. Juni 1979: das Burgfest

 

In einer Sitzung im Gasthof Ehrenberg in Breitenwang wird beschlossen, ein Burgfest auf der Ruine Ehrenberg durchzuführen. Dies ist die Geburtsstunde der Burgfeste. Der Reinerlös sollte zur Erhaltung der Ruine verwendet werden. Am 26. August 1979 findet dann das 1. Burgfest statt, das aber durch Dauerregen nicht sehr erfolgreich ist.


einige Bilder aus den Gründerjahren...


Gerhard Pfleghard - Walter Nigg, Fredy Mößmer, Andrea Zech, Raimund Schmied/Sigurd Prechtl, Kurt Hohenrainer, Dietmar Pachlhofer

23. Oktober 1982: die ersten Schwarzgurte des Vereines 

 

Bereits 4 Jahre nach der Gründung unserer Taekwon-Do Schule, absolvieren 7 Schüler die Prüfung zum 1.Dan Taekwon-Do und zum 1.Dan Allkampf (ein von Jakob Beck entwickeltes Selbstverteidigungssystem, das damals parallel zu Taekwon-Do gelehrt wird). Die Prüfung wird von Großmeister Park Soo Nam (6. Dan) und Großmeister Jakob Beck (5. Dan) abenommen. Dies sind die neuen Meister:

 

v.l.n.r.: Walter Nigg, Fredi Mößmer, Andrea Zech, Raimund Schmied / Sigurd Prechtl, Kurt Hohenrainer und Dietmar Pachlhofer - mit Trainer: Gerhard Pfleghardt


März 1984: die kurze WTF Ära

 

1984 treten wir dem österreichischen Taekwondo Verband bei, um vermehrt an Wettkämpfen teilnehmen zu können. Da seit Schulgründung in Reutte das traditionelle Taekwon-Do gelehrt wird und der österr. Taekwondo Verband der wettkampforientierten WTF (World Taekwondo Federation) angehört, sollte dies in Folge leider noch zu Konflikten führen.


Mai/Juni 1984: Übungsleiterausbildung von Sigurd Prechtl

 

Sigurd "Sisi" Prechtl absolviert in mehreren Wochenend-Lehrgängen die Ausbildung und Prüfung zum Übungsleiter in Innsbruck unter den Koreanern Lee Yong Pyong und Park Augustinus.


ab September 1984: erneuter Umzug unseres Dojangs

 

Eine Woche vor Trainingsbeginn wird uns vom Schulwart der Volksschule Archbach mitgeteilt, daß die Marktgemeinde Reutte uns den Trainingsraum nicht mehr zur Verfügung stellen kann, weil die kaufmännische Berufsschule in dieses Gebäude eingezogen ist. Da wir mitten in der Vorbereitung für die Österreichischen Meisterschaften sind, empfinden wir dies als Hiobsbotschaft. Nach vielen Ansuchen und Vorsprachen bei der Marktgemeinde Reutte bekommen wir dann ab 1. Jänner 1985 den Gymnastikraum über dem Turnsaal in der Volksschule Reutte.


1985: Prestigeerfolge auf Tiroler Ebene

 

Im Jahr 1985 kann sich der Taekwon-Do Verein Reutte in der Tiroler Landesliga trotz der ersten zwei versäumten Runden, die zu null gegen ihn gewertet werden, hinter TKD Center Innsbruck und TKD Dojang Innsbruck an der 3. Stelle etablieren.


6. Mai 1986: Sigurd Prechtl wird neuer Obmann

 

In der Jahreshauptversammlung wird einstimmig beschlossen, wegen bereits zuvor erwähnten unüberbrückbaren Differenzen aus dem österreichischen Taekwondo Verband auszutreten.

Sigurd Prechtl übernimmt von Gerhard Pfleghart die Leitung der Taekwon-Do Schule Reutte und wird zum neuen Obmann gewählt.


17. September 1986: Austritt aus der WTF

 

Wir kündigen offiziell die Mitgliedschaft beim österr. Taekwondo Verband, da eine fruchtbare Zusammenarbeit nicht mehr möglich ist.
Die Kampfmannschaft ist leider 1986 zerfallen, da die meisten Leistungsträger aus beruflichen oder familiären Gründen aufgehört haben. In diesem Zusammenhang sind die Namen
Alfred Mößmer jun., Raimund Schmied und Dietmar Wachter zu nennen, die bei unzähligen Meisterschaften entscheidend zum Erfolg des Reuttener Taekwon-Do Vereins beigetragen haben.


In den Jahren zwischen 1987 und den frühen 1990ern beteiligt sich unser Verein an mehreren kleinen Turnieren und an verschiedenen Lehrgängen und Vorführungen vor allem im bayrischen Raum, da von Beginn an das Budo-Center-Europa bzw. das Taekwon-Do Center Bayern unser Dachverband ist.
Die Geschichtsaufzeichnungen aus dieser Zeit sind leider etwas lückenhaft....